Atemschutz

aa_atemschutzEin Feuerwehreinsatz mit schwerem Atemschutzgerät gehört zweifellos zu den gefährlichsten und anstrengendsten Tätigkeiten im Feuerwehrdienst.
Unter hohem physischem und psychischem Druck, umgeben von einer hoch giftigen Atmosphäre, müssen Atemschutzgeräteträger in meist unbekannte Gebäude vordringen, um Leben zu retten oder Brände zu löschen.


Ausgebildete und aktive Atemschutzgeräteträger bei der FF-Lieboch: 41 (Stand: 1.1.2013)

 

atemschutzbeauftragter
 
HBM Martin DWORSCHAK
 
Atemschutz-Beauftragter
FF-Lieboch
und
Abschnittsatemschutz-Beauftragter des
Abschnittes V - BfvGU
 
ATEMSCHUTZGERÄTE der Freiwilligen Feuerwehr Lieboch auf dem neuesten Stand

Um unseren Atemschutzgeräteträgern in solchen Extremsituationen den bestmöglichen Schutz gewährleisten zu können, wurde in der Ausschusssitzung vom 23.11.2003 beschlossen die alten Atemschutzgeräte gegen Geräte neuerster Bauart - ein Flaschen, 300 bar, Überdruck-Technik - auszutauschen.

Vorteile der neuen Geräte in Überdruckausführung:
  • Gewichtserleichterung von über 3kg/Gerät = bringt eine wesentliche Entlastung für den Träger und damit einen geringeren Luftverbrauch.
  • Der Lungenautomat, der nicht mehr in die Maske geschraubt sondern nur mehr gesteckt wird, sorgt für einen Überdruck in der Maske. Dadurch wird bei einer Undichtheit (z.B. Stoßen gegen ein Hindernis) kein giftiges Rauchgas eingeatmet, sondern es strömt Luft nach Außen.
  • Handling = schnelleres Flaschenwechseln und Überprüfen bedeuten schneller wieder Einsatzbereit zu sein.
 
Gerade Letzteres – das Handling – wurde bei einer Einschulung der Lieferfirma MSA AUER und in zahlreichen Übungen bereits mit allen Atemschutzgeräteträgern vollzogen. Schon die ersten Übungen haben gezeigt das es ein wichtiger und richtiger Schritt in Richtung mehr Sicherheit war. Somit stehen den an der Feuerwehr und Zivilschutzschule ausgebildeten Atemschutzgeräteträgern, 9 Atemschutzgeräte der „Neuen" Generation, für Einsätze bei denen keine atembare Luft vorhanden, ist zur Verfügung.
 
Atemschutz-Ausbildung in der Feuerwehr
 
Ungeachtet der zahlreichen Atemschutzübungen (jeder aktive Atemschutzgeräteträger muss pro Kalenderjahr 2 Atemluftfüllungen bei Übungen leergeatmet haben), besteht seit dem Jahr 2004 die Möglichkeit sein Wissen mit der
Atemschutzleistungs-Prüfung (ATSLP) zu vertiefen bzw. aufzufrischen.
(FF Lieboch seit 2008)

 aslp bronze

 

aslp gold

Stufe I - Bronze Stufe II - Silber Stufe III - Gold
Mitglieder welche dieses Abzeichen errangen (gesamt): Mitglieder welche dieses Abzeichen errangen (gesamt): Mitglieder welche dieses Abzeichen errangen (gesamt):
21 11 4
davon nur Stufe I - Bronze: davon nur Stufe II - Silber:  
10 7  



Historisches zum Thema Atemschutz in der Freiwilligen Feuerwehr Lieboch

  • 1977: Ankauf von 3 Atemschutzgeräten (Fa. AGA MATTER; Typ: MA44; 200 bar, 2 Flaschensystem)
  • 1990: Um die Kommunikation eines Atemschutztrupps nach außen zu gewährleisten, Anschaffung eines Ex-geschützten Funkgerätes mit Hör- u. Sprechgarnitur
  • 1991: Ankauf von weiteren 3 Atemschutzgeräten (Fa. INTERSPIRO; Typ: IS 90C 224; 200 bar, 2 Flaschensystem) um den gestiegenen Anforderungen bei der Brandbekämpfung Rechnung zu tragen und selbst einen Rettungstrupp stellen zu können.
  • 1997: Auf Grund der stark steigenden Bevölkerungszahl und der Ansiedelung großer Gewerbebetrieben, wurden weitere 3 Atemschutzgeräten (Fa. INTERSPIRO; Typ: Spiromatic NA 90-224; 200 bar, 2 Flaschensystem) angeschafft. Die FF-Lieboch verfügt über 34 Atemschutzgeräteträger (es müssen 3mal so viele Atemschutzgeräteträger wie Atemschutzgeräte in einer Wehr vorhanden sein
  • 1999: Austausch der 22 Jahre alten Matter; MA44 Geräte durch 3 Atemschutzgeräten (Fa. INTERSPIRO; Typ: Spiromatic NA 90-224; 200 bar, 2 Flaschensystem). Die FF-Lieboch verfügt über 34 Atemschutzgeräteträger (es müssen 3mal so viele Atemschutzgeräteträger wie Atemschutzgeräte in einer Wehr vorhanden sein
  • 2005: Umstieg von 2-Flaschen 200 bar Normaldruck-Technik auf 1-Flaschen 300 bar Überdruck-Technik. 9 Atemschutzgeräten (Fa. MSA AUER; Typ: BD 96-S; 300 bar, 1 Flaschensystem) mit Warn- u. Signalgeräten "Firefly"
  • 2005: Ankauf einer Außenüberwachung zur Kontrolle und Dokumentation eines Atemschutz-Einsatzes

 

Ein Anliegen des Kommandos ist es die persönliche Schutzausrüstung (Feuerwehrhelm, Hitzeschutzhauben, Sicherheitshandschuhe,...) auf dem letzten Stand der Technik zu halten.

Drucken E-Mail