Technik

aa_technikDer Bereich Technik ist wohl der umfangreichste Tätigkeitsfeld der Feuerwehr von heute. Ständige Aus- und Weiterbildung in diesem scheinbar grenzenlosen Gebiet ist unvermeidbar für jeden Feuerwehrmann. Beginnend mit der Menschenrettung aus allen sich vorstellbaren Zwangslagen (in Fahrzeugen eingeklemmt, Rettung aus Höhen bzw. Tiefen,... ), über die Rettung von Tieren, bis hin zu Bergung von Sachwerten (z.B. eines Pkw´s)

Thomas DWORSCHAK
 
HLM d.V. Thomas DWORSCHAK


Technische
Hilfeleistungsprüfung-
Beauftragter


 
Martin ORTNER
 
OLM Martin ORTNER
 

Technische Hilfeleistungsprüfung-Beauftragter

 
Es gibt unzählige Einsatzszenarien die von der jeweiligen Mannschaft und dem vorhandenen Gerät bestmöglich bewältigt werden sollte. Dies gelingt natürlich nur dann, wenn man mit dem Gerät bestens vertraut ist und sich ständig Übungen unterzieht.
 
TECHNIK-Ausbildung in der Feuerwehr
 
Ungeachtet der zahlreichen technischen Einsätze und der tourlich abgehaltenen Schwerpunktübungen besteht seit dem Jahr 2000 die Möglichkeit sein technisches Wissen mit der
Technischen Hilfeleistungs-Prüfung (THLP)
(FF Lieboch seit 2012)

Stufe I - Bronze Stufe II - Silber Stufe III - Gold
Mitglieder welche dieses Abzeichen errangen (gesamt): Mitglieder welche dieses Abzeichen errangen (gesamt): Mitglieder welche dieses Abzeichen errangen (gesamt):
31 15 0
davon nur Stufe I - Bronze: davon nur Stufe II - Silber:  
16 15  
 
zu Erweitern und die routinemäßig anfallenden Handgriffe zu automatisieren.
 
Diese Leistungsprüfung soll, durch ein geordnetes und damit zielführendes, Zusammenarbeiten zur Vertiefung und Erhaltung der Kenntnisse im Technischen Einsatz, beitragen.
 
Es geht dabei nicht um besonders schnelles Arbeiten, sondern vielmehr darum, dass die technische Gruppe eine gute und exakte Leistung mit den eigenen Fahrzeugen und Geräten erbringt, wie dies im täglichen Einsatz gefordert wird.
 

Worum geht es bei der THLP:

Hierzu tritt eine Mannschaft von 10 Personen und 2 Einsatzfahrzeugen zur Abarbeitung eines technischen Einsatzes unter Verwendung der eigenen Gerätschaft und Absicherung der Unfallstelle, sowie der Berücksichtigung des bestmöglichen Eigenschutzes an. Einsatzszenario ist ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person bei Dämmerung. Der Gruppenkommandant gibt den Befehl zur Absicherung der Unfallstelle, Aufbauen des Brandschutzes, Ausleuchten der Unfallstelle sowie Vortagen des hydraulischen Rettungsgerätes. Daraufhin starten die Maschinisten die jeweiligen Fahrzeuge und Notstromaggregate und die einzelnen Trupps beginnen mit der Abarbeitung ihre aufgetragenen Tätigkeiten. Sobald alle Arbeiten des Eigenschutzes abgeschlossen sind (Unfallstelle abgesichert, Brandschutz aufgebaut und Beleuchtung zum effektiven Arbeiten richtig positioniert und elektrisch verbunden) gibt der Gruppenkommandant den Befehl: „Rettungstrupp zur Menschenrettung mit Spreizer und Schere zur Fahrertür vor“. Bei der Fahrertür werden nun vom Rettungstrupp symbolisch - durch einmaliges, gesamtes öffnen und schließen - die hydr. Geräte in Betrieb genommen. Danach wäre der Einsatz beendet und das Ganze sollte in einer Sollzeit von 130-160 Sekunden (2:10 min – 2:40 min), möglichst fehlerfrei absolviert werden.

Ein weiterer Prüfungspart ist, daß ein jeder Teilnehmer 2 Gerätschaften aus einem über 50 Gerätschaften umfassenden Pool des eigenen Fahrzeuges auffinden muss. Dies geschied durch gezieltes anzeigen des Gerätes bei geschlossenen Türen bzw. Rollos am Fahrzeug. Nach öffnen der Tür/Rollo durch den Bewerter, ist eine Toleranz von max. einer Handbreite Abweichung erlaubt.


Historisches zum Thema Feuerwehr-TECHNIK in der Freiwilligen Feuerwehr Lieboch

 
Waren es bei der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Lieboch am 20 Mai 1900 noch einfache technische Hilfsmittel wie Feuerwehrbeil, Hacken und Leiter - alle mit dem Schwerpunkt Brandeinsatz - so forderte die Einsatzentwicklung schon im Jahr 1942 das erstmalige Anschaffen eines Rüstfahrzeuges (RF).
 
Die Kriegswirren und der aus der Geschichte bekannte Verlauf ließen die Feuerwehr 1945 ohne jedes technische Gerät da stehen.
 
Schritt für Schritt begann man wieder sich technisch aufzurüsten. Den ersten Meilenstein dieser Entwicklung stellte die Anschaffung des Kleinrüstfahrzeuges (KRF), auf Basis eines VW LT35, im Jahr 1979 dar.
Schon damals war dieses FZG mit hydraulischem Rettungsgerät wie Spreizer und Schere ausgestattet. Ein Novum in unserer Region, dass dazu führte, dass unsere Feuerwehr stets zu überörtlichen Schadensereignissen gerufen wurde.
 
Im Jahre 1988 wurde zusätzlich ein hydraulischer Rettungszylinder angeschafft, der eine Erweiterung der Rettungs- u. Bergemöglichkeiten verunfallter Personen gewährleistete. 
 
Rüstfahrzeug (RF-A)Nach 15 Jähriger, intensiver Nutzung dieser Gerätschaften, musste - nicht zuletzt aufgrund des stetig steigenden Verkehrsaufkommen (A2) und immer komplexerer Schadenslagen - eine Ersatzbeschaffung getätigt werden.
Seit Dezember 1994 steht unser Rüstfahrzeug (RF-A) im Dienst, dass gemäß unserer Ausrückordnung meist als erstes Fahrzeug am Einsatzort eintrifft.

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