G-P Übung 2012FF-Lieboch nahm beim Abschlusstest für Weltraumprojekt „Geo-Pictures” teil

Am 12. Februar 2012 wurde in der Steiermark der Abschlusstest für ein seit zwei Jahren laufendes EU-Weltraumprogramm durchgeführt, dass bei Großkatastrophen helfen soll, Menschenleben zu retten.

Geleitet wird diese Übung von der Abteilung 20 – Katastrophenschutz und Landesverteidung des Landes Steiermark. Ziel des Projektes „Geo-Pictures” ist es, durch die Nutzung neuer Technologien und sämtlicher technischer Mittel, wie zum Beispiel GPS, Satellitenaufnahmen und Satellitenkommunikation sowie Smartphones, bei Einsätzen so rasch wie möglich Informationen über die Situation vor Ort zu bekommen und so die notwendigen Schritte einleiten zu können. Bei der Übung kommt eine spezielle Software zum Einsatz, die Fotos oder Videoaufnahmen, die die Helfer vor Ort machen, mit Satellitenaufnahmen des betroffenen Gebietes verbindet. Dieses kleine Datenpaket wird über einen Server der UNO in Cern (Schweiz) als Vorschaubild praktisch ohne Zeitverlust in die Einsatzzentrale übertragen. Damit wird es erstmals möglich, dass man diese Daten umgehend auswerten, analysieren und entsprechende lebensrettende Maßnahmen setzen kann.

Der Test wird im Rahmen einer Übung der Bergrettung in Schwanberg im Bezirk Deutschlandsberg durchgeführt, mit dabei sind auch Experten vom Militärkommando Steiermark, die freiwillige Feuerwehr Lieboch, das steirische Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund Gruppe Graz, die Polizei, die Technische Universität Graz sowie die Fachhochschule Campus 02. Die Übung setzt sich aus einer Vermisstensuche und einer Suche nach Verschütteten nach einem Lawinenabgang auf der Weinebene, sowie verschiedenen mobilen Teams, die in der Süd- und Weststeiermark unterwegs sein werden, zusammen. Das System von „Geo-Pictures” wurde übrigens schon bei den schweren Fluten in Pakistan 2010, einer Explosion auf Zypern 2011, den Fluten in Thailand 2011 und dem Erdbeben auf Haiti 2011 erfolgreich getestet und weiterentwickelt.

Landeshauptmann Franz Voves sieht in dieser gemeinsamen Übung des Landes Steiermark mit den verschiedenen Blaulichtorganisationen und den internationalen „Geo-Pictures”-Projektpartnern aus Norwegen, Deutschland, der Schweiz, Spanien, Brasilien und Österreich die Möglichkeit von Kooperationen. „Es freut mich besonders, dass die Steiermark immer wieder bei so wichtigen EU-Projekten dabei ist, oft sogar den Ton angibt.” Kurt Kalcher, Leiter der A 20, will mit der Teilnahme seiner Mitarbeiter aus der Landeswarnzentrale die Chance, neueste Technologien zu testen, nutzen: „So bekommen wir wertvolle Hinweise aus internationalen Organisationen, wie wir den steirischen Katastrophenschutz weiterentwickeln können.” Die A 20 hat in den vergangenen Jahren mehrmals internationale Katastrophenschutz-Managementausbildungen und Trainings der UNO und der EU in der Steiermark unterstützt und wird heuer noch zwei Kurse gemeinsam mit dem Militärkommando Steiermark unterstützen, denn neben dem Wissenstransfer geht es dabei auch um den Aufbau internationaler Netzwerke.

Quelle: Presseaussendung Land Stmk.; © Foto: Geo-Pictures; bei Quellenangabe honorarfrei

Noch mehr Informationen finden Sie unter www.dmat.at oder www.geo-pictures.eu